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    <title> - Aus dem DDR Alltag</title>
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    <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 15:33:13 GMT</pubDate>

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    <title>DDR Alltag - Wir brauchten ein Klavier</title>
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            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;Irgendwann kam meine ältestete Tochter auf die Idee. Sie wollte unbedingt Klavier spielen lernen.&amp;#160;Wir wollten&amp;#160; den &quot;künstlerischen Ambitionen&quot;&amp;#160;nicht im Wegen stehen und machten uns auf die Suche nach einem Klavier. In einem Inserat in der Zeitung wurden wir dann fündig. Es standen 2 Klaviere zu Auswahl. Wir haben sie uns beide angesehen. Als wir uns entschieden hatten, gingen die Probleme richtig los. Das für unsere Verhältnisse sehr teure Stück mußte&amp;#160;&amp;#160;irgendwie transportiert werden. Selbstverständlich in Eigeninitiative. Also mußten wir uns einen LKW besorgen. Mit Laderampe war keiner aufzutreiben, deshalb brauchten wir ein paar Helfer. &amp;#160;Aber&amp;#160;damals war in&amp;#160;solchen Sachen die Nachbarschafts- und Kollegenhilfe unproblematisch. Wir hatten für den Transport, speziell das Auf- und Abladen, 5 Mann die ihre Hilfe angeboten haben.&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Am Sonntag vormittag fuhr der&amp;#160;LKW&amp;#160;mit den fünf Mann los. Natürlich mußten es sich dabei ein paar auf der Ladeflache bequem machen, aber es waren ja nur ca. 45 km bis zum Ladeort. Decken und Tücher hatte ich ja auch in Unmengen mitgegeben, damit an das kostbare Stück ja kein Kratzer käme. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich weiß nicht, wie mein Mann und die restliche Mannschft das schwere Ungetüm auf den W 50 geschafft haben. Jedenfalls kamen sie gegen 11.00 Uhr wieder hier an und machten sich daran es wieder abzuladen. Sie mußten es vom LKW herunterbugsieren und dann wieder 8 Stufen die Treppe hinauf in unseren Flur. Bevor sie sich an die schwere Arbeit machten, wurde erst einmal ein ordentlicher Schluck genommen.&amp;#160;Dann packten die Männer richtig an und brachten das gute Stück mit zweimal absetzen&amp;#160;in den Flur. Bei jedem Mal absetzen wurde noch einmal flüssig gestärkt.&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Mit viel gutem Willen und dank der vielen Tücher stand es dann endlich an seinem Platz. Jeder der 5 Männer gönnte sich auf die Anstrengung einen doppelten Nordhäuser und dann noch einen, weil man ja auf einem Bein nicht stehen kann. Der LKW Fahrer schlürfte einen Kaffee, bekam ein paar Mark in die Hand gedrückt und trollte sich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die anderen genehmigten sich noch einen Klaren. Wenn man dann schon so ein Klavier stehen&amp;#160;sieht, schlägt man auch mal eine Taste an. Und noch eine! Und plötzlich&amp;#160;erklang in&amp;#160;voller Lautstärke das Deutschlandlied. Dank des Nordhäuser Doppelkorns fielen noch 3 Männerstimmen in voller Lautstärke ein: &quot;Deutschland Deutschland über alles&amp;#160;... &quot; klang es laut in unserem Flur. Mir wurde ganz anders und flau im Magen. Wegen dem blöden Klavier sah ich mich schon mit dem &quot;Gesangstrio&quot;&amp;#160;und dem Hobbypianisten hinter Gittern. Aber die Herren waren nicht mehr zu bremsen.&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wir wohnen am Ende einer Sackgasse. Trotzdem kam von einem älteren Anwohner die etwas ironische Frage am nächsten Tag: Na, ihr wolltet wohl unbedingt&amp;#160;´ne Luftveränderung?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Na ja, übrigens&amp;#160;fiel das Mittagessen an diesem Sonntag aus, nicht nur bei uns, sondern auch bei unseren Helfern.&amp;#160;Meine Tochter hat das Klavier spielen nicht gelernt. Und ich habe mir geschworen, nie nie wieder ein Klavier zu kaufen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;#160;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 09 Mar 2010 13:42:51 +0100</pubDate>
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    <title>Kirmes in der DDR</title>
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            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;I&lt;strong&gt;ch kann mich noch gut erinnern. In den Monaten Oktober und November wurde in fast jedem Dorf und auch in einigen Städten Kirmes gefeiert. Damals waren in den meisten kleinen Orten noch Gaststätten vorhanden, zu denen eine größere Räumlichkeit gehörte, - der Saal. Auf diesem Saal wurden die größeren Veranstaltungen der Gemeinde abgehalten und natürlich auch solche Feste gefeiert wie die Kirmes. Im Vorfeld des Kirmeswochenendes wurde von den Familien meist gebacken und gekocht, was das Zeug hielt. In manchen Orten gab es noch eine richtige Bäckerei und dann wurden auf großen runden Blechen, den Kuchschüsseln, die Kuchen zum Bäcker bugsiert und nach dem Backen wieder abgeholt. Fast immer war da ein Butterstreußelkuchen dabei, meist auch ein Apfelkuchen. Mit der Menge Kuchenstückchen, die man aus so einem Blech gewinnen konnte, wären ganze Völkerstämme satt geworden. Und es wurden beileibe keine Ministückchen wie heute geschnitten. &lt;/strong&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Abend ging es dann zur Tanzveranstaltung. Besonders schön war es, daß auch die ältere Generation an diesen Tanzveranstaltungen teilnahm. Es spielte meist eine richtige &amp;quot;Humdada-Kapelle&amp;quot; und Alt und Jung bewegte sich im Walzer, Tango usw. übers Parkett. Getrunken wurde reichlich, bei 40 Pfennig für das Bier konnte man schon preiswert zu einem ordentlichen Rausch kommen.&amp;#160;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wenn die Kapelle gegen 22.30 Uhr ihre Pause machte, trafen sich viele an der Kaffeetafel irgeneines Bekannten. Dabei wurde dann dem oben beschriebene Kuchen alle Ehre angetan. Für manch Einen war der starke Kaffee auch bitter notwendig. Nach dem Kaffee ging es dann wieder auf den Saal und hier wurde weiter gefeiert. Manchmal floß der Alkohol so reichlich, daß manch einer mit der Schubkarre nach Hause gebracht werden mußte. Ab und zu artete die Trinkerei auch aus und es gab eine zünftige Schlägerei. Meist wurden solche Sachen &amp;quot;unter sich&amp;quot; geklärt.&amp;#160;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wir als Jugendliche im Alter zwischen 16 und vielleicht 20 waren jedes Wochenende zur irgendeiner Kirmestanzveranstaltung unterwegs. Fahrbare Untersätze waren nie zu haben, also wurde gelaufen. Meist ging es noch querfeldein über irgenwelche Wiesen und Trampelpfade. Damals wurden auf vielen Wiesen Gräben gezogen, um den Wasserablauf zu regulieren. Über diese Gräben mußte man springen und verdammt aufpassen, nicht abzurutschen. Keine einfache Aufgabe, sich dabei das Outfit nicht zu ramponieren. Vor allem die Strumpfhosen mußten öfter dran glauben und das war bei 14 Mark pro Stück kein Pappenstiel.&amp;#160; Wenn es geregnet hatte, standen wir vor &amp;quot;echten&amp;quot; Problemen. &lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt; Mit den &amp;quot;Ballschuhen&amp;quot; waren solche Strecken und Hürden nicht zu bewältigen, also wurden auch noch Wechselschuhe mitgenommen. Bei schlechtem Wetter konnte es schon&amp;#160; vorkommen, daß wir im rosa Minikleid und mit Gummistiefeln losgezogen sind. Und so stiefelte man dann durch die Nacht, allein ( weil man sich von unterschiedlichen Orten irgenwo in der Pampa verabredet hatte), zu Zweit und ab und zu auch als Gruppe. Passiert ist niemals etwas. Ich glaube nicht, daß dies heute noch so gefahrlos möglich wäre.&amp;#160; Komischerweise hatten wir nie eine Taschenlampe dabei, das ist mir aber auch erst jetzt aufgefallen.&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Wenn wir dann endlich auf dem Saal angekommen waren, fanden wir meist alle Plätze besetzt. Also blieb uns im Endeffekt nur noch die Bar. Na ja, der Heimweg war aus &amp;quot;irgendwelchen&amp;quot; Gründen meist länger als der Hinweg.&amp;#160; &lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;Am Kirmessonntag traf sich meist die gesamte Familie und es wurde zusammen Mittag gegessen. &lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; style=&quot;color: #0d690d; background-color: #b4b42b;&quot;&gt;In vielen Orten wurde die Kirmes von Sonnabend bis Montag gefeiert. Dabei pflegte man auch manche alten Bräuche, die von Ort zu Ort völlig verschieden waren. Manche dieser Bräuche werden auch heute noch ausgeübt. &amp;#160; &amp;#160; &amp;#160; &lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 17 Nov 2009 20:34:46 +0100</pubDate>
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    <title>Versorgung in der DDR</title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/98-Versorgung-in-der-DDR.html</link>
            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;Ich habe heute in einem Kommi eine Anfrage zur Versorgung in der DDR bekommen. Hier Auszüge davon:&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot;&gt;&lt;em&gt;&amp;quot;.....habe ich leider keinen Eintrag zu typischen Krankheiten der DDR
gefunden und ob die Menschen, die in der DDR lebten viele
Mangelerscheinungen hatten aufgrund der schlechten Essensversorgung.
Ich schreibe eine Hausarbeit darüber und suche dringend Hilfe, da das
Internet kaum etwas Brauchbares zu bieten hat ....&amp;quot;&lt;/em&gt;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Etwas irritiert, das über 20 Jahre nach der Wende wahrscheinlich oder auch wieder falsche Informationen über das Leben des &amp;quot;Normalos&amp;quot; in der DDR bestehen, habe ich mich zu diesem Beitrag entschlossen. Meine Nachbarn und mein Mann (alles waschechte DDR Bürger) haben nach dem Lesen der Mail einige Tips zur Beantwortung gegeben. &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;In der DDR gab es immer und jahrzehntelang zum gleichen Preis solche Nahrungsmittel wie Brot (2 Kg Mischbrot 1,24 Mark), Brötchen (klein- 5Pfennige, groß 10 Pfennige), (ich würde viel dafür geben wieder einmal ein richtiges DDR Brötchen zu essen) Milch ( 0,5 l 36 Pfennig), Butter, Margarine, Zucker, Mehl, usw. Etwas schwieriger wurde es bei Fleisch - und Wurstwaren. Brauchte man größere Mengen mußte&amp;#160; man diese vorbestellen. Aber ich habe immer den Sonntagsbraten kaufen können, egal ob Rind- oder Schweinefleisch. Seltener gab es ausgewählte Waren wie Filet oder auch manchmal Rouladen. Aber hungern mußte Niemand. Gemüse und Obst gab es meistens saisonbedingt. Äpfel z.B. waren ständig im Angebot und die großen Obstverarbeitungsfirmen gibt es noch heute in unserer Gegend. Ich wohne ja schon immer in Thüringen und man könnte meinen, daß im &amp;quot;grünen Herz&amp;quot; Deutschlands&amp;#160; die Versorgung auf Grund der Gegebenheiten besser war als anderswo.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; &lt;br /&gt;&lt;a href=&quot;http://dorista.de/index.php?/archives/98-Versorgung-in-der-DDR.html#extended&quot;&gt;&quot;Versorgung in der DDR&quot; vollständig lesen&lt;/a&gt;
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    <pubDate>Tue, 01 Sep 2009 20:15:00 +0200</pubDate>
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    <title>Wahre Liebe</title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/90-Wahre-Liebe.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;a href=&quot;http://dorista.de/uploads/Elsau.Daheim/P1020168.JPG&quot;&gt;&lt;img src=&quot;http://dorista.de/uploads/Elsau.Daheim/P1020168.quickblog.JPG&quot; /&gt;&lt;/a&gt;
&lt;br /&gt;
Freude verdoppelt sich, wenn man sie teilt. Das weiß auch mein Elschen. Meine kleine Enkeltochter und ihr Freund (!) können dem treuen Dackelblick auch nicht wiederstehen. Also vertilgen die 3 einträchtig ihr Eis. Das wird zwar alle Hygienefanatiker entsetzen und ihnen werden die Haare zu Berge steigen. Aber bevor wir ein eigenes Schüsselchen für den Dackel organisiert hatten, war er schon ausgiebig von den 2 Alltagshelden versorgt worden.
Und sie lieben sich, alle Drei

&lt;br /&gt;
Taken on: Montag, 24. August 2009&lt;br /&gt;
Copyright: &lt;br /&gt;
 
    </content:encoded>

    <pubDate>Mon, 24 Aug 2009 12:33:32 +0200</pubDate>
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    <title>DDR Alltag - Wenn man krank wurde </title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/89-DDR-Alltag-Wenn-man-krank-wurde.html</link>
            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;Wenn ich mir das heutige Krankenkassensystem vor Augen führe, weiß ich, warum die DDR finanziell keine Zukunft hatte. Die Versorgung von 17 Millionen Bürgern war kostenfrei. Jeder zahlte maximal 60 Mark SV Beitrag und Rentenversicherung, wenn sein Bruttoeinkommen 600 Mark überstieg. Und damit war man abgesichert. Sämtliche Medikamente, die der Arzt verschrieb, wurden kostenfrei abgegeben, auch die Antibabypille. Krankenhausaufenthalt war ebenso zuzahlungsfrei.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Natürlich wurden die Regelungen auch weidlich ausgenutzt. Wenn ich heute manchmal in der Zeitung von einem durchschnittlichen Krankenstand weit unter 5 % lese, dann möchte ich zu gern wissen, wo der Rest aus DDR Zeiten geblieben ist. Ich habe den Krankenstand in 2 total verschiedenen Betrieben und in verschiedenen Abteilungen berechnen müssen. Wenn er einmal unter 13 % gefallen war, dann war es schon super. Meist bewegte er sich zwischen 14 und 15 %.&amp;#160;  Lohnausgleich gab es für 6 Wochen, dann wurde es prozentual nach Familienstärke weniger. Komischerweise waren die Meisten montags krank, - also so eine Art verlängertes Wochenende hatte sich bei manchen eingebürgert.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; Natürlich versuchte man Einfluß auf den hohen Krankenstand zu nehmen. Dafür gab es die ÄBK (Ärzteberatungskommission). War man längere Zeit krank, wurde man unweigerlich zur ÄBK beordert. Die dort anwesenden Ärzte, meist 3, haben tüchtig gesiebt. Ich schätze, daß 80 % der Eingeladenen mit einer Gesundschreibung wieder herausgekommen sind. Natürlich hat man davon wieder einen hohen Prozentsatz eine Woche später wieder bei Hausarzt treffen können. Und das Spiel begann von vorn.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Viele Untersuchungen wurden vor allem in den größeren Betrieben regelmäßig durchgeführt. So gab es z.B. zu DDR Zeiten nur wenige Frauen, die nicht einmal jährlich beim Frauenarzt waren. Man wurde regelmäßig eingeladen.&amp;#160;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; Die Kinder wurden in den Schulen regelmäßig ärztlich und zahnärztlich untersucht und die Schutzimpfungen wurden verabreicht. Bei Erkrankung der Kinder wurde ähnlich wie heute ein Lohnausgleich gezahlt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Babies wurden ab Mitte der 60iger Jahre in den Entbindungsstationen der Krankenhäuser auf die Welt gebracht. Meine Kinder wurden 1976 und 1980 geboren. Auf den Entbindungsstationen ging es zu, wie im Taubenschlag. Wir waren jedesmal mindestens zu Dritt im Kreissaal. Die Babiestation war immer proppenvoll.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Heute wird ja ein großer Teil der Kinder mit Kaiserschnitt geholt. Bei jeder Abweichung von der Norm oder auch aus den unsinnigsten Gründen wird ein Kaiserschnitt gemacht. Ob das  immer das Non plus Ultra ist? Ich kann es nicht wirklich glauben. (Natürlich sehe ich ein, daß bei Komplikationen so etwas sein muß). Ich kann mich jedenfalls noch an eine sogenannte Zangengeburt erinnern. Kennt man das heute noch und vor allem kann das noch jemand??&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;War man über 30 galt man als Spätgebärende. Wie haben sich da doch die Zeiten geändert. &amp;#160;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; Auch die Pflege&amp;#160;  in der häuslichen Umgebung oder in Pflegeheimen war kostenfrei. Kein älterer Mensch mußte sich Gedanken machen, daß eventuell seine Kinder zur Kasse gebeten werden, wenn er pflegebedürftig wird.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; Sicher waren die medizinischen Geräte zum Ende der 80iger Jahre nicht überall auf dem neuesten Stand. Aber die Grundversorgung war gesichert. Bei aufwendigeren Sachen mußte man in das nächste Fachkrankenhaus. Jedenfalls mußte ich damals, wenn etwas geröntgt werden mußte, nicht 7 km durch Gegend fahren, dann das Gleiche zurück, nur um einen Befund zu erhalten. Das Röntgengerät steht auch noch da, jetzt auf dem neuesten Stand, wird aber nicht für Kassepatienten benutzt. Na das kann verstehen, wer will. &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ich wage zu behaupten, daß wir in dieser Hinsicht, also im Krankheitsfall, wesentlich ruhiger gesund werden konnten als jetzt. Denn der Arbeitsplatz war ja auch sicher, egal, wie oft und wie lange jemand krank war.&amp;#160; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Fri, 21 Aug 2009 20:13:22 +0200</pubDate>
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    <title>Wenn Papa und Mama ein Kind bekommen .....</title>
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            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;Ich hatte es heute wieder einmal in den Händen. Das Buch für Eltern in der DDR, die ihren Sprößlingen im Vorschulalter erklären wollten, wie denn so ein Kind gemacht wird. Man kann ja für oder gegen die Aufklärung im Vorschulalter sein, das Buch jedenfalls ist  interessant. Vor allem die Abbildungen haben es in sich. Ich weiß nicht, ob es heute etwas ähnliches auf dem Buchmarkt gibt. Jedenfalls war es zu damaliger Zeit  für viele Ehepaare eine Möglichkeit , dem Sprößling zu erklären, wo das Geschwisterchen herkommt und wie es entsteht.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Die sexuelle Aufklärung in der DDR begann in den Schulen schon in der 5. Klasse. Wir hatten damals im Biologieunterricht 2 anschauliche Modelle der Fortpflanzungsorgane. Man konnte diese Plasteteile nach den einzelnen Organen auseinandernehmen und zusammensetzen. Es war für ein Mädchen schon peinlich, das beste Stück des Mannes wieder in das Modell einzusetzen. Aber nach diesen Stunden wußte jedes Kind, wie die Babies gemacht werden. &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Ein oder zwei Jahre später gab es Filmvorführungen zu diesem Thema. In diesen Filmen wurde noch einmal der biologische Ablauf der Zeugung gezeigt. Außerdem wurden solche Themen wie Geschlechtskrankheiten, Verhütung und Sexualhygiene gezeigt. Im Anschluß an diese Filme gab es eine Fragestunde. Da sich die meisten natürlich nicht trauten, öffentlich Fragen zum Thema zu stellen, konnten Zettel abgegeben werden, auf denen die Frage stand. Wir hatten einen sehr aufgeschlossenen Lehrer, der wirklich jede Frage ernst genommen und beantwortet hat.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Die Unterstützung der Schwangeren und später der jungen Mütter war nach meiner Meinung beispielhaft. Kaum ein Mädchen, das mit 15 oder 16 Jahren schwanger wurde, hatte Probleme ihre Schulausbildung oder Lehre fortzusetzen. Studierte man, konnte man das Kind unbesorgt in einer Kinderkrippe abgeben und bekam ein Zimmer für Studentinnen mit Kind. Nach der Geburt war der regelmäßige Besuch der Mütterberatung obligatorisch. Die ersten Besuche wurden zudem mit 25 Mark &amp;quot;honoriert&amp;quot;. Der Staat hatte also ein wachsames Auge auf die Gesundheit seiner jüngsten Bürger. Und selbst wenn man das als Reglementierung empfinden sollte, ich denke, das wäre auch heute angebracht, vielleicht mehr denn je. &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Sun, 28 Jun 2009 22:04:28 +0200</pubDate>
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    <title>Wahlen in der DDR</title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/35-Wahlen-in-der-DDR.html</link>
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;Ich habe ihn immer noch im Hinterkopf, denWahlslogan: Wählt die Kandidaten der Nationalen Front!. Tja, was wollte man auch anderes wählen? Und zum Wahlgang wurde man ja wirklich genötigt. Wer bis 14.00 Uhr nicht gewählt hatte, der wurde persönlich von den Wahlhelfern aufgesucht. Und sehr höflich aber bestimmt darauf hingewiesen, daß man seine Stimme doch abzugeben habe. In den letzten Jahren der DDR waren die Wahlen für viele bürger ein schönes Druckmittel geworden. Brauchte Jemand eine neue Wohnung und er hatte keine Aussicht auf eine solche, dann wurde der Wahlgang verzögert. Da die Kommunen ja bei der Meldung der Wahlbeteiligung nicht abgekanzelt werden wollten, versprach man den Leuten oft die Lösung der Probleme. Und ehrlicherweise hat es wohl auch oft geklappt.&amp;#160;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;Manchmal denke ich, daß so eine Art Wahlpflicht auch heute nicht verkehrt wäre. Vielleicht muß der &amp;quot;mündige Bürger&amp;quot; dazu gezwungen werden, seine Meinung zu vertreten?!&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;Hatten wir freie Wahlen? Die ersten Male habe ich wie die anderen einfach den Zettel entgegen genommen und in die Urne gesteckt. Damit war der Fall erledigt. Bis ich dann auf die Idee gekommen bin, mir eine Wahlkabine von innen anzuschauen. Die armen Wahlhefer haben wohl den Schock ihres Lebens bekommen, als ich aus der Kabine wieder heraustrat und nach einem Stift fragte. Der war nämlich nicht da. Aber was solls. Mein lieber Mann fühlte sich soöidarisch mit mir und so hatten wir eine Miniwarteschlange vor der Wahlkabine. Die Augen der Wähler, die noch anwesend waren und die Wahlhelfer waren jedenfalls alle perplex. &lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;Man sollte also nicht sagen, wir hätten nicht geheim wählen können. Man konnte schon, mußte es sich aber trauen. Wenn man mit den Vorschlägen auf dem Zettel nicht einverstanden war, hätte man die entsprechenden Namen streichen müssen und eigene dazuschreiben können. Möglich wäre es gewesen. Gemacht hat es so gut wie keiner, aus Angst vor Repressalien oder aus Bequemlichkeit.&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;!-- s9ymdb:21 --&gt;&lt;!-- s9ymdb:23 --&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;Ich muß sagen, daß mein Besuch der Kabine keine negativen Folgen für mich hatte. &lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;a class=&quot;serendipity_image_link&quot; href=&quot;http://dorista.de/uploads/clip3969006.GIF&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:23 --&gt;&lt;/a&gt;&lt;a href=&quot;http://dorista.de/uploads/clip3969006.GIF&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:23 --&gt;&lt;img width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; src=&quot;http://dorista.de/uploads/clip3969006.GIF&quot; style=&quot;border: 0px none ; float: left; padding-left: 5px; padding-right: 5px;&quot; class=&quot;serendipity_image_left&quot; /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:16 --&gt;&lt;br /&gt;&lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;tahoma,arial,helvetica,sans-serif&quot;&gt; &lt;/font&gt;&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;!-- s9ymdb:18 --&gt;&lt;a href=&quot;http://dorista.de/uploads/clip.GIF&quot; class=&quot;serendipity_image_link&quot;&gt;&lt;!-- s9ymdb:18 --&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Tue, 09 Jun 2009 21:17:55 +0200</pubDate>
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    <title>Kaffee in der DDR</title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/29-Kaffee-in-der-DDR.html</link>
            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;Kaffee war eines der Luxusgüter im DDR alltäglichem Leben, daß sich fast Jeder genehmigte. Die Preise für ein Viertel Kaffee waren gesalzen, - 125 g kosteten im Schnitt 8,75 Mark. Trotzdem wurde er zu allen passenden und unpassenden Zeiten getrunken. In den ersten Jahren meiner Ehe hatten wir noch keine Kaffeemaschine. Also wurde das Pulver mit einer Prise Salz und Kakao in eine große Kanne getan. Ich persönlich habe ehrlicherweise nie mit dem Pulver gespart, Kaffee mußte für mich schon damals Schwarz heiß und stark sein. Es gab in den Kaufhallen anfangs 3 Sorten Kaffee. Die billigste, Kosta, war für mich ungenießbar. Am meisten wurde Rondo gekauft, den es später auch in der Sorte Melange gab. (Den gibts übrigens auch wieder, allerdings wahrscheinlich nur im Osten).&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;In den Betrieben stand in vielen Abteilungen eine Kaffeemaschine. Den Glaskrug haben wir mit Samthandschuhen angefaßt, denn es war nie Ersatz zu bekommen. &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Und dann gab es noch die Kaffeeersatzlösungen. Das lösliche Produkt hieß IM NU und war in einer runden Dose verpackt. Ich habe es einmal nur wegen der Dose gekauft (sowas war ja absolute Mangelware). Für mich hat es scheußlich geschmeckt, die Hälfte habe ich weggekippt. Der normale Malzkaffee, wie ich ihn als Kind trinken mußte, war da schon besser. Mit einem trockenem Brötchen, einer Zuckerdose und einer Riesentasse Michmalzkaffee konnte man sich glücklich machen. Es wurde, wie es hier hieß &lt;strong&gt;,getutscht,&lt;/strong&gt; also das Brötchen in den Kaffee getaucht und dann in den Zucker. Absolut himmlisch. Und eine Schweinerei in der Zuckerdose!&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Wie oft die Regierung versucht hat den Kaffeekonsum zu vermindern, weiß ich nicht. Aber so richtig getraut haben sich die obersten Herren das wohl auch nicht, denn dann wäre die Wende wohl viel eher gekommen.&lt;img src=&quot;http://dorista.de/templates/default/img/emoticons/smile.gif&quot; alt=&quot;:-)&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt; &lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt; &lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
    </content:encoded>

    <pubDate>Tue, 02 Jun 2009 13:55:02 +0200</pubDate>
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    <title>Himmelfahrt in der DDR</title>
    <link>http://dorista.de/index.php?/archives/13-Himmelfahrt-in-der-DDR.html</link>
            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p style=&quot;color: #1f21ff; background-color: #ffdc96;&quot;&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;georgia,times new roman,times,serif&quot;&gt;Offiziell war er ja abgeschafft worden,- der Vatertag. Wenn aber der Vatertag heranrückte, stapelten sich die Urlaubsanträge in den Betrieben.Natürlich war die Betriebsleitung nicht davon begeistert, an diesem Donnerstag fast nur mit Frauen zu arbeiten. In manchen Betrieben war die Bewilligung dieser Urlaubsanträge sogar Chef bzw. Parteisache geworden. Natürlich waren die meisten der Herren, die zu Hause bleiben wollten, auch nicht auf den Kopf gefallen. Viele entdeckten ihre &amp;quot;Religiösität&amp;quot;. Ich erinnere mich immer noch belustigt an unseren Abteilungsparteisekretär. Dieser war auf die Idee gekommen, einen Anwesenheitsnachweis in der Kirch vom Pfarrer zu fordern. Den sollten die neuen &amp;quot;Gläubigen&amp;quot; dann vorlegen. Nachdem ihm aber wohl von höherer Stelle bedeutet worden war, daß das wohl kaum machbarer Unsinn sei war auch er an diesem Tag immer im &amp;quot;Urlaub&amp;quot;. Die Verantwortlichen in den Betrieben haben meist&amp;#160; resigniert grünes Licht für Urlaub gegeben. Sie waren sich sicher, der ganze Laden wäre bei einer erzwungenen Anwesenheit auf Grund vom Alkoholspiegel explosionsgefährdet gewesen.&amp;#160;&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style=&quot;color: #1f21ff; background-color: #ffdc96;&quot;&gt; &lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;georgia,times new roman,times,serif&quot;&gt;Also zogen die Herren mit ausreichend Verpflegung vor allem in flüssiger Form schon frühs los, um einen richtigen Vatertag zu feiern.&amp;#160; Eigenartigerweise waren diejenigen, die noch gar keine Väter waren, am Abend am Meisten &amp;quot;hinüber&amp;quot;. Man sollte nicht sagen, daß &amp;quot;Himmelfahrt&amp;quot; zu DDR Zeiten nicht gefeiert wurde. Ganz im Gegenteil. Gefeiert im Sinne des Wortes wurde ganz schön heftig. (Natürlich wußten die Meisten nicht was Himmelfahrt eigentlich bedeutete- aber das ist heute sicher nicht viel anders.)&lt;/font&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;font size=&quot;3&quot; face=&quot;georgia,times new roman,times,serif&quot; style=&quot;color: #1f21ff; background-color: #ffdc96;&quot;&gt;Da man ja Urlaub sparen wollte, kam man am folgenden Tag mit Brummschädel und verkatert wieder zur Arbeit. Natürlich war auch dieser Tag fast für die Katz´.&lt;/font&gt;&lt;br /&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 18 May 2009 21:23:14 +0200</pubDate>
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    <title>Die DDR - Meine Mutter, der katholische Pfarrer und der Staatsratsvorsitzende</title>
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            <category>Aus dem DDR Alltag</category>
    
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    <author>nospam@example.com (Doris)</author>
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    &lt;p&gt;&lt;span mce_style=&quot;font-family: comic sans ms,sans-serif;&quot; style=&quot;font-family: comic sans ms,sans-serif&quot;&gt;&lt;span mce_style=&quot;font-size: 12pt;&quot; style=&quot;font-size: 12pt&quot;&gt;Von Overblog übernommen:&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;span mce_style=&quot;font-family: comic sans ms,sans-serif;&quot; style=&quot;font-family: comic sans ms,sans-serif&quot;&gt;&lt;span mce_style=&quot;font-size: 12pt;&quot; style=&quot;font-size: 12pt&quot;&gt;Meine Eltern haben ein kleines Häuschen mit Garten an einer Straßenecke. Gegenüber befindet sich die alte Stadtmauer. Im Laufe der jahrhunderte hat sich die Ortschaft erweitert und so wurde&amp;#160;vor der Stadtmauer weitergebaut. Hier befand sich zu DDR Zeiten die katholische Kirche der Stadt mit Pfarrerswohnung. Der&amp;#160;Pfarrer, ein strenger alter Herr, hatte sich einen Garten angelegt, der&amp;#160; vor der Mauer (also für uns nicht sichtbar) praktisch gegenüber des Grundstückes meiner Eltern lag. Wenn es einen größeren Regenguß gab oder gar ein richtiges Gewitter, dann lief das Regenwasser von den oberen Straßen in Richtung Stadtmauer und dann durch ein Rohr in der Mauer in Pfarrers Garten. Regnete es sehr stark, reichte der Abfluß dort nicht aus und der Garten wurde überschwemmt. Der Pfarrer, der sich natürlich über den Verlust seiner Erbsen und Bohnen ärgerte,&amp;#160;hatte die unchristliche Idee&amp;#160;&amp;#160;das Loch in der Mauer zu verstopfen, anstatt sich um die Vergrößerung seines Abflusses zu kümmern.&lt;br /&gt;Beim nächsten Regen hatten &lt;strong&gt;&lt;u&gt;wir&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; also den Salat. Es lief ja gar kein Wasser mehr ab. Jedenfalls stieg und stieg der Pegel an und im Endeffekt schwammen meine Schuhe fröhlich auf der Straße gemeinsam mit anderen Haushaltsgegenständen um die Wette. Ich war damals etwa&amp;#160;5-6 Jahre &amp;#160;alt. Kinderschuhe waren in der DDR nicht nur nicht billig, sondern auch schlecht zu bekommen. Meine Mutter jedenfalls war fassungslos. Sie lief also zum Pfarrer und bat um Beseitigung der Verstopfung des Rohres. Bis dahin dachte sie noch, daß es durch natürliche Ursachen dazu gekommen wäre. Als ihr der Pfarrer aber sagte, er habe die Verstopfung absichtlich herbeigeführt um seine Tomaten zu retten und daß er nicht im Traum an eine Beseitigung dächte, war&amp;#160;sie geladen bis zur Oberkante.&amp;#160;&lt;br /&gt;Sie setzte sich mit der Stadt in Verbindung und als das nichts brachte mit der SED Kreisleitung. Nachfragen dort hatten manchmal erstaunliche Wirkungen. Aber leider nicht bei uns. Man wollte sich´s wohl&amp;#160;mit der katholischen Geistlichkeit&amp;#160; nicht ganz verderben. Jedenfalls lies uns der Pfarrer durch seine &lt;strong&gt;&lt;u&gt;&lt;span style=&quot;color: #993300&quot;&gt;Haushälterin ?!!!&lt;/span&gt;&amp;#160;&lt;/u&gt;&lt;/strong&gt; mitteilen, daß alles so bliebe wie es eben sei.&lt;br /&gt;Man sollte sich nicht mit einer Mutter anlegen, die ihr Kind im Geiste schon barfuß laufen sah! Meine Mutter jedenfalls setzte sich an den Küchentisch und schrieb eine Eingabe an den Staatsratsvorsitzenden.&lt;br /&gt;Man sollte es nicht glauben,- 3 Wochen später tauchte ein Mitarbeiter der Kreisleitung der SED auf und nahm sich meine Mutter vor. Wie könne sie es sich wagen, mit solchen Kleinigkeite den Staatsratsvorsitzenden zu behelligen.&lt;br /&gt;Da sie aber immer noch im Braß war, wegen der Schuhe versteht sich, fragte sie ihn honigsüß, ob sie denn seine Worte an den Herrn an der Spitze des Staates weiterleiten solle.&lt;br /&gt;Innerhalb der nächsten 30 Minuten war das Loch wieder offen und nicht nur das.&amp;#160;Im Zeitraum&amp;#160;eines Monats wurde der Abfluß vergrößert und reguliert. Meine Schuhe sind nie wieder davongeschwommen.&lt;br /&gt;Ich frage mich, ob eine Eingabe an&amp;#160;unsere jetzige hohe Heeresführung denselben Effekt hätte, oder ob man erst einen Ämterhürdenlauf nehmen müsste.&lt;br /&gt;Wir bekamen auch noch einen schriftlichen Bescheid, daß unsere Angelegenheit in unserem Sinne geregelt wäre.&lt;br /&gt;Ich glaube nicht, daß uns der Pfarrer jemals vergeben hat. Wenn ich einen Federball über die Mauer in den &amp;quot;heiligen&amp;quot; Garten geschossen hatte, bekam ich ihn nie wieder.&lt;img src=&quot;http://dorista.de/templates/default/img/emoticons/cry.gif&quot; alt=&quot;:&#039;(&quot; style=&quot;display: inline; vertical-align: bottom;&quot; class=&quot;emoticon&quot; /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
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    <pubDate>Mon, 27 Apr 2009 17:29:03 +0200</pubDate>
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