In Gierstedt flanierten diesmal gleich 2 königliche Hoheiten über das Festgelände. Die beiden jungen Damen waren sehr nett und stellten sich auch gern für ein Foto zur Verfügung.
Kirschkönigin Manuela und Kirschprinzessin Dana.
Das diesjährige Blütenfest in Gierstedt wurde diesmal von dem wunderschönen Wochenendwetter verwöhnt. Leider kamen am Samstag lange nicht so viele Besucher wie sonst Samstags normalerweise zum Festgelände. Manchmal kann das Wetter wohl auch zu schön sein. Sicher nutzten viele Leute das wunderschöne Wetter um einen Spaziergang durch Feld uns Flur zu machen oder sie erledigten notwendige Gartenarbeiten.
Für die Händler war dies natürlich umsatzschmälernd.
Am Sonntag waren dann doch einge Gäste mehr auf dem Geländer der "Fahner Höhe". Besonders der Spaziergang durch die blühenden Kirschplantagen dürfte diesmal ein tolles Erlebnis gewesen sein. Da kann man wirklich die Schönheit der Natur hautnah erleben.
Hier habe ich ein paar erste bunte Tupfer für den Hauseingang gepflanzt. So ein paar bunte Farbtupfer heben doch gleich die Stimmung.
Taken on: Mittwoch, 14. April 2010
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Wenn
ich heute die gärtnerischen Aktivitäten in den Kleingärten meiner Heimatstadt
sehe, dann muss ich unwillkürlich an den Anbau von Tabak, Knoblauch ,
Beerenobst und so weiter denken, was so zu DDR Zeiten die heimische Küche
aufpeppte und für zusätzliches Geld in der Kasse sorgte. Da wurde der
Schrebergarten nicht nur mit Erdbeeren und ein zwei Sträuchern Stachelbeeren
bepflanzt.Die Rasenflächen, die
heutzutage in den Gärten mehr als die Hälfte der Fläche einnehmen, waren äußerst
selten zusehen. Es ist ja auch verständlich, dass man bei den heutigen Preisen
für Strom, Wasser usw. kaum noch in größerem Maßstab einkocht. Vielleicht
werden noch ein paar Erdbeeren eingefroren und vielleicht ein paar Gurken und
Kirschen eingeweckt (es schmeckt eben besser), aber heute kauft man ja ein Glas
Gurken wesentlich billiger, als es selber einzukochen ( und rechnen müssen wir
alle).
Jedenfalls
hatten wir einen Kleingarten mit ca. 600 qm Fläche. Der Garten lag ziemlich
weit im hinteren Drittel der Anlage, so dass man mindestens eine halbe Stunde
zu Fuß unterwegs war, um hin zu kommen.
Es
wurden immer ein paar Kartoffeln angebaut, die wir auch selber verbraucht
haben. Daneben gab es eine größere Fläche für Erdbeeren. Wie haben meine Kinder
die Erdbeeren gehasst. Sie mussten mindestens jeden 2. Tag nach der Schule mit
Spankörben in den Garten und Erdbeeren holen. Mit dem Fahrrad konnten sie zwar
hinfahren, aber nicht zurück, weil das die Erdbeeren nicht gut überstandenen
hätten. (Manchmal haben sie es natürlich trotzdem gemacht und es gab viel
Erdbeermarmelade). Dann folgten Gurken und das Beerenobst. Ich habe manchmal 40
Gläser Gewürzgurken und etwa 20 Glas Senfgurken eingekocht. Es war eine
Wahnsinnsarbeit, denn wirwohnten in
einer kleinen 2 ½ Zimmerwohnung . Aber irgendwie haben wir es hinbekommen.
Erdbeeren
einzukochen, war immer eine Kunst für sich. Was gab es da alles für tolle
Ratschläge. Angefangen von den 2 Glas Klaren auf jedes Einkochglas bis zum
Herumdrehen der Gläser nach dem Einkochen gab es unzählige Geheimtipps, damit
die Gläser zu blieben. Leider habe ich da auch nicht immer Glück gehabt.
In
unserem Garten standen mehrere Büsche mit schwarzen und roten Johannesbeeren. Aus
den schwarzen wurde ein Allheilmittel
bei leichten Magenverstimmungen gebraut. Die roten und restlichen dunklen
Johannesbeeren wurden in die Annahmestelle für Kleinerzeuger geschafft. Für
fast alles, was man nicht selber verbrauchte, konnte man sich hier ein paar
Mark verdienen. Natürlich ergab es sich von selbst, das Unmengen von Beerenobst
angebaut wurde, um zusätzliches Geld zu verdienen. Ein besonderes Thema in
dieser Richtung war der Anbau von Knoblauch. Hier wurde richtig Geld verdient.
Da das Kilo Knoblauch im Geschäft 2-3 Mark kostete, aber in der Abgabestelle
für das Kilo bis 12 Mark bezahlt wurden, kann man sich ja vorstellen, auf was
für Ideen der findige DDR Bürger gekommen ist. Die Abgabemengen wurden in den
Geschäften deshalb begrenzt, aber damit konnte man den Betrug auch nicht ganz
aufhalten.
Ich
kann mich noch gut erinnern, als die ersten Zucchini in unserem Garten wuchsen.
Mein Vater hatte sie wie Gurken gesät. Diesem Irrtum sind damals viele
Kleingärtner unterlegen. Jedenfalls gab es in diesem Jahr hier bei uns eine
Zuchinischwemme. Da kaum einer die Pflanze kannte, wurden die Zucchini auch
riesengroß. Aus heutiger Sicht war es ein „gewaltiger“ Spaß.
Gestern war in Erfurt auf dem Gelände der ega wieder einmal Trödelmarkt. Trödelmarkte haben eine eigene Faszination. Keine Frage, in den Erinnerungen von Fremden zu stöbern, vielleicht dies oder jenes wieder zu entdecken, was früher die Kindheit begleitet hat, ist schon interessant.
Trödel verkaufen ist mitlerweile ein Geschäft geworden wie jedes andere auch. Es gibt ja schon Fernsehsendungen, die das Verkaufen von Trödel bzw. von entbehrlichen Sachen als Einnahmequelle zum Finanzieren irgendwelcher Sonderwünsche stilisieren. In diesen Sendungen klappts das ja meistens sogar. Immer, wenn in Deutschland ein bekanntes Gesicht, wenn möglich vor einer Kamera, etwas anbietet, dann klappt das. Man könnte ja im Fernsehen landen, wenn man da etwas abkauft.
Auf einem normalen Trödelmarkt sieht das schon völlig anders aus. Größere Trödelmärkte haben ihre eigenen Regeln. Als neuer Händler muß man erst einmal versuchen, einen vernünftigen Standplatz zu ergattern. Außerdem sollte man sich überlegen, ob man als "Neuer" in den ersten Stunden nach Marktbeginn etwas an andere Händler verkauft. Hier werden Neulinge meist erst einmal ausgetrickst. Diese Erfahrungen wird man wohl selber sammeln. Der Aufbau des Standes will auch gelernt sein. Tische zur Warenpräsentation sollten auch auf dem Trödelmarkt stabil und einigermaßen kippsicher sein.
Die Preise für die angebotenen Sachen sollten sich schon etwas an den Angeboten orientieren. Ansonsten ist hier alles Verhandlungssache, also nicht zu niedrig ins Rennen gehen. Allerdings kann ich manche Kunden. die einen Artikel im 5 € Bereich für 2,50 erwerben wollen, auch nicht begreifen. Solche "lieben Mitstreiter" haben wir ja auch auf uneren Wochenmärkten. Es ist absolut sinnlos, diesen Leuten zu erklären, daß man Standgeld ( 10€ pro lfd Frontmeter sind normal), Sprit und Zeit investiert. Ich habe mir das Verhandeln mit diesen Leuten abgewöhnt. Wer kann sich schon 50 % Preisnachlaß leisten. Am besten man erklärt diesen Leuten höflich aber bestimmt, daß man Eigentümer der Ware ist und sie besser woanders ihr Glück versuchen sollen. LEBEN UND lEBEN LASSEN; - das sollten sich Kunden und Käufer zur Maxime machen.
Nun macht es durchaus Spaß, seine ausrangierten Schätze so unter die Leute zu bringen und dabei noch ein paar Euronen zu ergattern. Hinter den Ständen findet man vom Studenten über die Hausfrau bis zum Physikprofessor alle Berufsgruppen und die verschiedensten Gesellschaftsschichten. Auch das macht das Flair des Trödelmarktes so einzigartig.
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