In unserem Wohnzimmer steht ein Kaminofen. Das hat aus meiner Sicht große Vorteile. Es gibt ja doch immer wieder Papiersachen, die nicht jedermann lesen muß. So ein oder zwei Blätter sind darin schnell verbrannt. Außerdem ist es eine kuschlige Wärme, die wir sehr schnell haben, wenn es denn doch zu kühl ist. Und das flackernde Feuer hinter der großen Scheibe ist natürlich immer etwas für die Seele.
Allerdings hat so ein Kaminofen auch seine Nachteile. Wir heizen unseren ausschließlich mit Holz. Meistens besorgen wir uns dieses im Sommer. Es wird dann geschnitten und in einem Verschlag draußen gelagert. Natürlich müssen wir das Holz, was wir zum Heizen brauchen, auch regelmäßig hereinholen. Es steht dann in einem Kaminholzkorb neben dem Ofen.
Diese Nacht gegen 3.30 Uhr bin ich aufgestanden. Ich konnte einfach nicht weiter schlafen. Im Wohnzimmer war es dank des Ofens schön warm und ich sah mir einen Film an. Plötzlich sah ich aus den Augenwinkeln eine Bewegung an der Wand. Erschrocken sah ich dann in aller Gemütsruhe einen Käfer die Wohnzimmerwand hochkrabbeln. Ich habe es nicht glauben können. Dann sah ich den Kaminholzkorb und mir wurde klar, wo das Tierchen hergekommen war. Trotzdem war für mich guter Rat teuer. Was sollte ich machen. Hätte ich ihn an der Wand erschlagen, wäre da wohl ein Fleck an der Tapete geblieben. Also habe ich mir ein Glas aus der Küche geholt und den ungebetenen Gast hineingeschoben. Dann habe ich mir schnell etwas übergezogen und das Glas mit dem Käfer zu dem Verschlag mit dem Holz gebracht. Dort habe ich ihn der der Dunkelheit ausgeschüttet.
Als ich dann wieder im Wohnzimmer saß, fiel mir ein: Der besucht mich bestimmt noch einmal. Na ja, hoffen wir, daß es bald wärmer wird und Karlchen sich ein neues zu Hause suchen kann.





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