Langsam flattern hier die Standzusagen für das Frühjahr 2010 ein. Es ist ja nicht so leicht, wie sich das der Nichtmarktfahrer vorstellen wird, einen Standplatz auf einem ordentlichen Markt zu erhalten. Meist müssen wir die Plätze schon im Vorjahr schriftlich beantragen. Viele Veranstalter von Events, Jahrmärkten oder größeren Festen schicken auf so einen Antrag dann Reihe von Fragen und Vereinbarungen zurück, die man schon genau durchlesen sollte. Allein die Berechnung des Standgeldes kann einem ganz schön schockieren. Manchmal wird die lfd. Frontmeterzahl des Standes zur Grundlage genommen, manchmal auch die Quadratmeterzahl. Da kommen oft utopische Zahlen zusammen, die man sich als normaler Händler kaum leisten kann. Ich frage mich sowieso, was sich manche Veranstalter so denken, wenn sie von den Händlern Beträge fordern, die schlichtweg gegen den normalen Anstand verstoßen. Schade, daß Wucher in dem Bereich nicht bestraft wird. Als Händler ist man letztendlich gezwungen, zu arbeiten, koste es was es wolle. Man will vor sich selbst nicht als faul dastehen und braucht nach dem jetzigen Winter jeden €. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt und man könnte vielleicht doch etwas Umsatz machen. Wohlgemerkt, erst einmal Umsatz(!) damit es überhaupt weitergehen kann. (Quelle hat wohl auch mal so gedacht …..)
Da ich noch mit meiner OP Nachsorge zu tun habe, stellt sich für mich auch die Frage, was ich von diesen Plätzen schon reserviere. Viele Standgelder müssen schon im Voraus bezahlt werden und eine Erstattung, aus welchen Gründen auch immer, wird meistens ausgeschlossen. Letztendlich bleibt mir nicht mehr allzu viel Zeit, um wieder richtig in die Spur zu kommen.
Jedenfalls muß ich mich noch gewaltig anstrengen. Ich habe bemerkt, das ich immer noch nichts Schweres heben kann und das muß ich ja wohl oder übel, wenn ich wieder arbeiten will. Manche Sachen kommen ja von selbst, sagt man.




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